Diagnose: Schlaganfall

"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts"

(Arthur Schopenhauer)

Fast 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall.

Was ist ein Schlaganfall?

Per Definition ist ein Schlaganfall (auch Gehirnschlag, zerebraler Insult, apoplektischer Insult, Apoplexia cerebri) eine plötzlich („schlagartig“) auftretende Erkrankung des Gehirns, die oft zu einem länger anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.

Als Zeichen eines Schlaganfalls können plötzlich, und je nach Schweregrad auch gleichzeitig, mehrere Symptome auftreten:

  • Sehstörung auf einem oder beiden Augen (evtl. einseitige Pupillenerweiterung), Gesichtsfeldausfall, Doppelbilder
  • Fehlende Wahrnehmung eines Teils der Umwelt oder des eigenen Körpers (Neglect)
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Gangstörung, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung (Ataxie)
  • Taubheitsgefühl
  • Lähmung oder Schwäche im Gesicht, in einem Arm, Bein oder einer ganzen Körperhälfte
  • Verwirrung, Sprach- oder Wortfindungs-, Schrift- oder Verständnisstörung
  • starker Kopfschmerz ohne erkennbare Ursache bei evtl. entgleistem Blutdruck
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Orientierungsstörungen

Wichtig: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Es gilt: "Zeit ist Hirn". Das heißt je schneller Helfer reagieren und den Patienten einer sachgerechten Versorgung zuführen, umso eher kann der Schaden minimiert werden. Zögern Sie also nicht, sofort beim Auftreten der Symptome eines Schlaganfalls bei Ihnen oder einer anderen Person den Rettungsdienst unter der Nummer 112 zu alarmieren!

Um mögliche Folgeschäden so gering wie möglich zu halten, ist eine lückenlose und schnelle interdisziplinäre Versorgung des Patienten unerlässlich.
Das Betreuungs- und Versorgungskonzept basiert dabei auf 3 entscheidenden Säulen:

  1. ärztliche / medizinische Betreuung 
  2. therapeutische Unterstützung
  3. optimale Hilfsmittelversorgung seitens eines qualifizierten Sanitätshauses mit speziell geschultem Fachpersonal

Kaum eine Erkrankung kann uns so aus der Bahn werfen, wie ein Schlaganfall!

Unser Konzept bietet daher für jeden Schweregrad die passende Versorgung.

Wir arbeiten schwerpunktmäßig seit mehr als 10 Jahren im Bereich der Neurologie und sind seit 2016 offiziell als Neurologie-Kompetenz-Zentrum zertifiziert. Hochqualifizierte Techniker und Physiotherapeuten arbeiten engagiert, um sie von Anfang an zu begleiten.

In der Akutphase liegt der Fokus in erster Linie darauf, Folgeschäden zu vermeiden und eine optimale Lagerung zu gewährleisten.
Wird dies verpasst, kommt es häufig zu Versteifungen einzelner Gelenke (Kontrakturen).
Mit sog. Redressionsorthesen holen wir die Beweglichkeit zurück und schaffen die Grundlagen für einen schnellen Therapieerfolg.


Beispiele:

Oscar Plus Orthese

Zur Spitzfuß und Dekubitus-Prophylaxe

Nea Soft Handlungsorthese

Zur Vermeidung von Fehlstellungen der Hand und Finger

Neben der akuten Phase, in der es teilweise einer intensivmedizinischen Betreuung bedarf, unterscheiden wir unter 3 verschiedene Schweregrade, die mit diversen Hilfsmitteln unterstützt werden müssen:

Schweregrad 1

  • geh- & stehfähig
  • leichte Fußheberschwäche
  • Kraft- Ausdauerminderung 
  • größtenteils Selbstständig
  • Gleichgewichtsstörungen

Für den Laien ist diese Form des Schlaganfalles nicht zwingend zu erkennen. Leichte Orthesen, die die fehlende Fußheberfunktion unterstützen, sowie Gehhilfen, die das Gleichgewicht unterstützen, reichen häufig aus. Diese Variante kann sowohl arm- als auch beinbetont sein.


Beispiele

Neurodyn Comfort

Neurodyn Comfort – Textile
Fußheber-Orthese

Einlagen

Individuelle Einlagen

Prothese

Individuelle Orthesen

Schweregrad 2

  • kurze Gehtrecke mit Rollator
  • deutliche Fußheberschwäche mit evtl. begleitender Knieinstabilität
  • deutliche Arm- & Schulterproblematik
  • Betreuung i.d.R. erforderlich

Für den Betroffenen stellt diese Form einen gravierenden Einschnitt in den Alltag dar. Ohne Hilfsmittel ist sicheres Gehen nicht möglich. Ein breites Portfolio an Orthesen stellt die optimale Unterstützung der Therapie dar und ermöglicht die Selbstständigkeit bestmöglich. Das Gehen wird ermöglicht. Der Alltag wird erleichtert. Folgeerscheinungen werden vermieden.


Beispiele

Fußprothese

Modulare Beinorthese

Neurolux

Schulterorthese Neuro-Lux II

Armsupoort

Funktionelle Elektrostimulation für die Hand

Fußunterstützung

Funktionelle Elektrostimulation für das Bein

Fußsupoort

Arthrosan Support Fußhebeorthese

Frau mit Prothese

Individuelle Orthesen zur Fußhebung und Kniestabilisation

Schweregrad 3

  • Rollstuhlabhängig
  • evtl. stehfähig
  • Transfer von Rollstuhl zum Bett nur mit Unterstützung
  • starke Bewegungseinschränkungen

Diese Form der Symptomatik ist sowohl für den Betroffenen selbst, als auch für die (Angehörigen) Pflegepersonen eine enorme Herausforderung. Der Betroffene ist auf dauerhafte Betreuung angewiesen und ist nicht in der Lage seinen Alltag selbstständig zu bestreiten. Besonderes Augenmerk gilt dem Erhalt der Beweglichkeit aller Gelenke, sowie der Vermeidung von Wunden durch falsche Lagerung. Des Weiteren müssen Schmerzen und Schwellungen weitestgehend vermieden werden.


Beispiele

Handgelenkschiene

CDS-Redressionsorthesen für die Hand

Ellbogenschiene

CDS-Redressionsorthesen für den Ellbogen

Sprunggelenkschiene

CDS-Redressionsorthesen für das Sprunggelenk

Unser Versorgungskonzept orientiert sich an neuesten Erkenntnissen in der Medizin, stellt den Patienten stets in den Vordergrund und umfasst die gesamte Bandbreite an möglichen Varianten, Schweregraden und Komplikationen.

Im Bereich der konfektionellen Versorgungen arbeiten wir mit führenden Unternehmen der Medizinbranche zusammen.

Individuelle Maßanfertigungen jeglicher Art stellen wir zügig und unabhängig vom Schweregrad in der hauseigenen Werkstatt her. Ständig geschultes Personal und laufende Fortbildungen sind bei uns selbstverständlich.

  1. Unser lösungsorientierter Ansatz sieht folgenden Ablauf vor:
  2. Analyse & Diagnostik, Beurteilung, Begutachtung
  3. Beratung bzgl. der geeigneten/notwendigen Hilfsmittel
  4. Kommunikation mit der Krankenkasse, Erstellung & Bearbeitung des Kostenvoranschlages
  5. Anfertigung, Auslieferung (mit entsprechender Beratung)
  6. Nachbetreuung, Folgeversorgung (bei Veränderungen des Gesundheitszustandes)